Nur die Harten kommen in Garten

17 Grad, Sonne satt – das ideale Wetter für eine Radtour. Und die ersten 15km waren auch wirklich schön zu fahren, wenn man mal von einer kleinen Bachdurchquerung absieht, die man(n) durch geschicktere Routenplanung hätte umfahren können. Aber who cares?
Für alle Ortskundigen hier mal die Route: Malsch – Ettlingen – Spessart – Schöllbronn – Völkersbach – Freiolsheim – STOP! War da nicht was? Da hat es doch letzte Woche ziemlich geschneit? Richtig – nur so weit denke ich natürlich nicht…
10cm Schneematsch auf den Waldwegen, der mir munter um die Ohren geflogen ist, gepaart mit kleinen Wolken am Himmeln, die sich irgendwie immer so geschickt postierten, dass ich im Schatten war, haben dazu geführt, dass es ziemlich schnell ziemlich frisch unter der nicht wirklich vielschichtigen Radfahrerkluft wurde. Also Routenänderung: ab nach Hause. Man muss ja nicht den kürzesten Weg wählen – hätte man aber wohl sollen.
Erinnert ihr euch an den Schnee auf den Waldwegen? Richtig – ich aber nicht, ich bin ja schließlich ein Mann. Also schlidderte ich von Eisplatte zu Eisplatte, von Schneehaufen zu Schneehaufen und durch kleinere und größere Schmelzwasserbäche. Aber der Spaß fing in dem Moment erst an.

Kurz nach einer Kurve konnte ich gerade noch einem “kleinen Schlagloch” (siehe Bild) ausweichen, um aber 50 Meter weiter dann doch noch eine Vollbremsung einlegen zu müssen, weil ein Baum ziemlich unmotiviert auf dem Weg lag. Aber wen interessiert schon ein Baum? Fahrrad geschultert und darüber geklettert. Schon wieder die falsche Entscheidung. Für die nächsten 5km ins Tal habe ich fast ein Dreiviertelstunde(!) gebraucht. Schnee unter den profillosen Schuhsohlen, Fahrrad über dem Kopf und Bäume so weit das Auge reicht. Irgendwann habe ich dann auch mal ein Foto davon geschossen, um hier zeigen zu können, wie es um unseren Wald steht. Gerade als ich das Handy wieder eingesteckt hatte krachte es plötzlich und einer der Bäume, die ich vielleicht eine Minute vorher überquert hatte, machte sich mit großem Lärm auf in den Abgrund. Ab da wurde mir dann doch klar, dass es nicht mehr so lustig war. Blitzmerker – ich weiß.

Aber es ist ja nochmal alles gut gegangen. Mir gehts gut und nach einer heißen Dusche erkennt man mein Gesicht schon wieder – was man von Fahrrad und Kleidung nicht wirklich sagen kann…
So, was ich eigentlich sagen wollte: ich suche händeringend Mitfahrer für meine nächsten Touren. Noch jemand Lust?
;)
Blogshox

