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Stimmenfang

Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage lag gestern eine Karte zur Aktion “Meine Stimme für meinen Postboten” im Briefkasten.
Was sich mir aber bisher leider immer noch nicht erschlossen hat: wie will die Deutsche Post anhand der Rückantwortkarten feststellen, für welchen Postboten ich meine Stimme abgegeben habe? Ein Feld, in dem der Name oder ein anderes eindeutiges Erkennungsmerkmal eingetragen werden könnte, gibt es ja gar nicht. Und allein anhand der Adressen auf den zurückgeschickten Karten dürfte es sehr schwer sein, die richtige Person herauszufinden.
Bei uns ist das nämlich so, dass so ziemlich jeden Tag ein anderer vor der Tür steht. Da gibt es eben welche, die pünktlicher sind und wieder welche, die sich wohl erst zwischen Kuchen und Abendbrot auf den Weg machen, um die Briefchen zu verteilen.
Es gibt solche, die die Briefe wirklich einwerfen und wieder andere, die sie gerade so mit der Kante in den Schlitz klemmen, dass die Hälfte immer vor der Haustür liegt und dort im Regen nass wird. Und ich meine wirklich nass! Die Papierfasern lösen sich aus ihrem Geflecht, um sofort danach in einem großen bunten unbrauchbaren Klumpen wieder zusammen zu wachsen.
Wie soll also bestimmt werden, ob meine Stimme eher für die kleine Blonde, die ausgeflippte mit den lila Haaren oder doch für Harald (Name von der Redaktion geändert) – “ich trage den Kühlschrank für ein Lächeln auch in den zweiten Stock” – abgegeben wurde?
Das ist doch alles wieder nur Marketing, um den Kunden nochmal zu zeigen, wie toll das doch alles funktioniert, bevor der Markt demnächst komplett frei gegeben wird und das Briefmonopol endgültig fällt.
Also Werbung! Wieso soll ich aber dann, wenn ich Werbung von der Deutschen Post bekomme und darin quasi aufgefordert werde am Gewinnspiel teilzunehmen, das Porto für die Antwort übernehmen? Schöner Versuch. Leider habe ich keine Marke zur Hand. Porto zahlt Empfänger. ;)
Auch werde ich durch oben genannte Ungereimtheiten bezüglich der Auswertung nur am Gewinnspiel teilnehmen, ohne meine Stimme abzugeben.
Sollte ich jedoch einen der Gewinne abstauben, dann könnte es passieren, dass dieser gleich im Unternehmen bleibt und direkt an den Postboten geht.
Die gelbe Umhängetasche aus LKW-Plane sollte es zum Beispiel ermöglichen, dass meine Briefe zukünftig trocken in den Briefkasten wandern.
Oder das Fahrrad, damit zukünftig nicht immer für 5 Meter das Auto neu gestartet werden muss. Auch die Umwelt würde das sicherlich freuen.

Jaja, die deutsche Post! Da frag ich mich langsam echt, was da abgeht! In Herrenalb haben se jetzt die Poststelle zugemacht! Des kanns ja auch net sein!! motz.gif

Jecko | Sonntag, 15. Juli 2007, 16:07 | Permalink

Haha, heut hatte ich auch so ne Karte in der Post lach.gif

Jecko | Montag, 16. Juli 2007, 11:39 | Permalink

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