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Outsourcing-Wahn

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Heute hat mich beim Besuch des Kreditinstituts meines Vertrauens fast der Schlag getroffen, als ich mit einem kleinen Beutel voller Kupfermünzen am Schalter auftauchte.
Nicht nur, dass man hier sowieso schon als ewig Gestriger gilt, wenn man den Service einer persönlichen Bedienung durch einen Menschen in Anspruch nimmt, anstatt sich mit einem Automaten abzumühen, der nach jedem Arbeitsvorgang die Karte wieder auswirft und einen von vorne beginnen lässt – nein, die Dame am Schalter erklärte mir, dass sie mir mein Geld weder wechseln, noch gleich gutschreiben könnte, da es zum Zählen erst eingeschickt werden müsste. Eingeschickt? Bitte wie? Ja, ihr habt richtig gelesen.
Die schicken tatsächlich das Geld zum Zählen irgendwohin.
Ich stelle mir das am Weltspartag toll vor, wenn man kleinen Kindern erklären muss, warum das Geld plötzlich nicht mehr direkt aufs Sparbuch kommt, sondern erst in einen durchsichtigen Plastikbeutel geleert wird, der dann was weiß ich wohin geschickt wird. Wo sind die ganzen alten Zählmaschinen, die immer so schön gerattert haben?
Und was passiert eigentlich wenn so ein Beutel verschwindet oder kaputt geht? Ich habe ja nur die Quittung auf der steht, dass ich einen Beutel mit der Nummer XY befüllt habe. Woher wollen die dann wissen, was da drin war? Manchmal machen mir die neuen Entwicklungen doch irgendwie Angst…

Also beim Geldinstitut meines Vertrauens gibts noch nen Automaten wo man sein Kleingeld reinkippt, des wird gezählt, man erhält ne Quittung und dann ab zur Kasse zwinker.gif

Jecko | Donnerstag, 05. Juni 2008, 20:27 | Permalink

ja gut, dann ist natürlich die frage – in welcher zweigstelle von welcher bank war das, wo es keine zählmaschine gibt? und welches geld wolltest du einzahlen? die reste deines geldbeutels oder von irgendwelchen arzneimittel-vertrieben den kleinkram, der dann sicherlich etwas mehr sein wird? da ich ja bekanntlicherweise an einer banken-informationsquelle sitze, muss man erwähnen dass auch die gute alte bank einem gewissen leistungsdruck immer stärker unterworfen ist. wenn dann eine fachkraft ne halbe stunde deine pennies zählt, ist das schon ein ordentlicher aufwand für fast 0 ertrag. also, don’t worry, servicewüste deutschland find ich auch nicht toll. kleiner (nicht ernst zu nehmender) tip – wechsel doch zur volksbank in pfaffenrot, da gibt es ne zählmaschine zwinker.gif

Patrick | Donnerstag, 05. Juni 2008, 21:24 | Permalink

oder zur Sparkasse Pforzheim/Calw! zwinker.gif

Jecko | Donnerstag, 05. Juni 2008, 21:31 | Permalink

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Natalie | Freitag, 06. Juni 2008, 07:32 | Permalink

Was bekommt ihr von den Banken, wenn ihr neue Kunden werbt? zwinker.gif
Und ich wollte ja nicht, dass eine Fachkraft händisch mein Kleingeld zählt… aber normalerweise wird das in die Maschine gekippt und wenige Sekunden später bekommst du deine Quittung über 5,47€. Aber nein, heutzutage wird das eingeschickt.
Sitzt da dann irgendwo eine Person, die den ganzen Tag nichts anderes macht, als Kleingeld zu zählen?

alex | Freitag, 06. Juni 2008, 13:14 | Permalink

Vielleicht gibt es dort ja ne ABM, wo Geld händisch gezählt wird :) Falls es sich wirklich um ca. 5,47€ handelt, dann ist es schon sau schwach…. Wobei so ne Zählmaschine wird halt auch nicht allzu oft gebraucht in jeder Bank, denk ich mal – weißt ja Kosten/Nutzungsrechnung :) Beim Weltspartag jedenfalls wurde früher oft in unserer Gegend das Geld von Hand gezählt, aber das ist halt auch eher, um den Kindern zu beeindrucken

Patrick | Freitag, 06. Juni 2008, 16:10 | Permalink

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